Thrillerpfeife

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Kunst ist autonom. Darum nicht beherrschbar. Darum ist sie gefährlich für ein einseitiges Saubermann-Image. Doch so ein Bild möchten regierende Städtepolitiker vermitteln. Dabei wird immer wieder ein Gemeinplatz überstrapaziert: Die Menschen hier machen die Region aus. Doch hört und sieht man wenig von diesen Menschen. Zu sehen sind dagegen  gesponserte, museale Kulturveranstaltungen mit toten oder internationalen Künstlern. Metropolenflair geht vor und bringt tolle Bilder für die Lokalpresse. Keine Gefahr für niemanden. Die Medien sind natürlich mit ihrer Überwacherfunktion als vierte Kraft im Staat damit beschäftigt, die Bürger über städtische Verschwendungen/Kungeleien und Kulturevents zu informieren. In Zeiten geschlossener oder ’synergetisch-umstrukturierter‘ Lokalredaktionen bedeutet dies leider zu oft das bloße ’strg+c – strg+v‘ -Veröffentlichen der Pressemitteilungen von diversen Veranstaltern. Übrig bleibt eine weichgespülte Kunst, die niemanden stört, und darum niemanden interessiert. Die hegmoniale Meinung wird nicht angekratzt.

Wider die institutionalisierte Langeweile

Doch gegen die selbstverliebte Großmanns-Metropolen-Sucht der Kulturhauptstadt-2010-Manager-Pfeifen zeigt die Thrillerpfeife, dass es tatsächlich noch andere Meinungen als die offizielle über das 500.000 Seelen-Kaff Duisburg gibt.

Wir präsentieren aus dem ignorierten Untergrund:

Die volle Breitseite der Bandbreite:


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