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In Berlin trifft man sie an jeder Straßenecke, die hippsten Fashion-Victims beim Schaulaufen, oder im Café Togo. Total up-to-date. Ihr Stil ist fresh und wird im ganzen Land kopiert. Darauf bilden sich die Hauptstädter einiges ein. Berlin ist die un-heimliche Hauptstadt der Mode-Republik, “Arm und das ist gut so aber sexy“ ist ihr Motto. Doch seit einiger Zeit werden Gerüchte laut. Es brodelt im Revier: Jetzt wird sich was ändern. Immer öfter hört man von gut gekleideten Menschen auch in den Ruhrgebiets-Städten. Wenige haben sie wirklich zu Gesicht bekommen. Was sich erst nach Science-Fiction anhört, wird beim prüfenden Blick in die Mode-Tempel der Innenstädte und Shopping-Malls zur Gewissheit: Der Pott putzt sich heraus. Aber ganz Deutschland fragt sich: Kommt da noch mehr? Oder war’s das schon wieder? Kann es der Pott mit den anderen Hochburgen der Modewelt aufnehmen?

Gibt es sie schon, die Fashion-Metropole Ruhrgebiet?

Die Mode-Redaktion der Thrillerpfeife schaut genau auf die angesagtesten Klamotten, und ist bei jedem neuen Trend vorne mit dabei. Aktuelle Veränderungen auf dem Sektor Mode werden bei uns kritisch unter die Lupe genommen. Um keine Mega-News zu verpassen, treffen sich unsere Redakteure regelmäßig mit bekannten Persönlichkeiten der Szene.

Diese Woche im Gespräch: Marc Spirenzo

Das selbst ernannte Underground-Street-Style-Hobby-Model war bereits in Paris, London, Amsterdam und Mailand unterwegs. Sein cooler Look wird in Fashion-Kreisen post-modern, ja teilweise sogar post-future genannt. Die Thrillerpfeife traf den Style Experten bei nass-kaltem Wetter zum Bummel in Bochum. Hier der Live-Bericht:

Der Schneematsch ist noch nicht weggetaut, als das Meeting beginnt. Spirenzo ist bester Laune, und lässt sich vom trüben Wetter den Tag nicht verderben. Eine Tour durch die Geschäfte beginnt, und bereits im dritten Laden, dem Möbelhaus unter den Bekleidungsfirmen, lässt er sich vom Thrillerpfeifen-Team zu einem kleinen Spontan-Shooting überreden.

Spirenzo beim Foto-Shoot

Auf diesem Exklusiv-Bildmaterial trägt er ein weißes Basic-Shirt unter einem warmen, matsch-grün-baumwollnen Pull-Over! Dazu kombiniert der Outfit-Guru einen ex-grauen Trainer aus der 2001-Collection mit einer schwarzen Winterjacke, mit lässig nach hinten fallender Kapuze. Der gewitzte hell/dunkel-Kontrast verweist verspielt auf den Hut, der das Farbschema negativiert aufgreift. Crazy! Die extravagante Kopfbedeckung mit tief-schwarzem Kummerbund ist ein echter Eye-Catcher, und das Tüpfelchen auf dem i von Spirenzos sagenhaftem Look.

Thrillerpfeife nachgefragt

Bei unserem Bummel durch die Innenstadt bleibt Zeit, nach den neusten Entwicklungen zu fragen. Die Antwort überrascht. Der Trendsetter ist begeistert vom Ruhrgebiet, und kann die skeptische Einschätzung der regionalen Mode-Lage nicht teilen:

Das Revier hat Potential! Die Alltagskultur, das Essen hier, die Menschen und was sie tragen. Und vor allem: Wie sie es tragen! Mit Würde! Diese provokative Ablehnung des Massengeschmacks ist einmalig. Da können sich Berlin und Paris noch eine Scheibe abschneiden. Bisher trugen die Damen ihre Jeans zur best-möglichen Isolation noch in den Stiefeln. Doch langsam setzt sich im Revier der internationale Chic des unverhüllten Blicks auf die Hosen durch. Zusätzliche körperliche Belastung, ausgelöst durch spontanen Riesen-Wuchs der Handtaschen in dieser Saison, steigert automatisch die Körpertemperaturen der Ladys. Deshalb wird der optimale Luftaustausch immer wichtiger, Ventilation tut Not, und so bleiben die Hosenbeine von der Stopf-Technik verschont. Style kann auch praktisch sein. Auch bei den Männern gibt es Neuigkeiten: Noch vor Kurzem kleidete sich der gepflegte Herr von Welt beim Besuch einer Imbiß-Bude gern in Ballonseide. Doch diese Zeitzeugen der 80er haben ausgedient. Hochwertige Strech-Jogging-Buxen nehmen verdientermaßen ihren Platz, an der Sonne, an der Theke, ein. Das Ruhrgebiet hat diese mittlerweile bundesweite Entwicklung maßgeblich mitgetragen.

Der Mann nimmt kein Blatt vor den Mund. Die langen Jahre im Buisness haben seinen Blick für den nächsten Hype geschärft. Auf unsere Frage nach einem Rezept für das optimale Styling verrät Marc Spirenzo eine seiner legendären Styling-Regeln. Es ist wichtig, immer dem Anlass entsprechend gekleidet zu sein. Der Experte rät: Lieber Over- als Underdressed!Spirenzo nach dem Charity-Event


Man darf also gespannt sein, ob sich das Revier Spirenzos Tipp zu Herzen nimmt, damit der Style in Mode-Zukunft nicht wieder Richtung Zechen-Kumpel degeneriert. Er selbst befolgt die Regeln in jeder Minute. Ein Paparazzi-Bild zeigt ihn nach einem Triple-A-Charity-Ball in einer dunklen Ecke von Köln-Nippes im angemessen-legerem Trenchcoat.

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Wir beraten Sie gern bei ihrer persönlichen Restaurierung!

Dieser Text ist fiktiv. Auf den Gebrauch des sich aufdrängenden Adjektivs ‚großartig’ wurde zu Gunsten eines bald erscheinenden Textes verzichtet, in dem jenes Wort das einzig- und oft-benutzte Adjektiv sein soll.


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