Thrillerpfeife

Archive for the ‘STERIL’ Category

Den Satz hat man in der Regel schon mehr als einmal vernommen und im schlechtesten Falle auch schon wegen mehr als nur einem Fahrrad aussprechen müssen. Das ein Fahrraddiebstahl auch von Ordnungshütern als nicht so wichtig erachtet wird, durfte ich der Erzählung einer Freundin entnehmen, die eben jene Hüter des Gesetzes wegen des Diebstahls einer ganzen Reihe von Fahrrädern anrief. Das Ganze ereignet sich quasi auf der Straße vor bzw. unter ihrem Fenster. Das besondere dabei war, dass die Ganoven mit einem Bus neben den angeketteten Fahrrädern hielten und sie dabei der Reihe nach aufknackten. Der Hinweis der Freundin der Polizei gegenüber, dass wenn man sich jetzt auf den Weg mache könne, um die Straftäter zu stellen, wurde sehr uninteressiert entgegen genommen. Überhaupt wäre das verbeamtete Wesen am Telefonapparat weniger interessiert am Geschehen und es hätte wohl auch nicht so geklungen als wenn gerade ein Großeinsatz, die für die Ertappung auf frischer Tat notwendigen Polizisten vereinnahmt hätten. Nun die Fahrräder waren weg und die Polizei viel zu spät am Tatort.

Das so etwas nicht nur in Deutschland, nicht unbedingt nur nachts und schon gar nicht ohne Anwesenheit Dritter realisierbar ist, bewiesen die Neistat Brothers in ihrem Kurzfilm Bike Thief, mit dem die beiden blutsverwandten Aktivisten auf ihre ganz eigene Weise den Verlust einer Mehrzahl an Fahrrädern verarbeiten.

Versuche sich gegen etwaige Fahrraddiebe zur Wehr zu setzen, wie mit dem Anschließen von Stromquellen wie Autobatterien führen meißt zu teuren Buß- oder Schmerzensgeldern wegen Körperverletzung und nach Angaben eines Sicherheitsexperten in irgendeiner Verbrauchersendung, die ich vor gar nicht allzu langer Zeit gesehen hatte, könnte man den Diebstahl nur so schwer wie möglich machen, aber nie durch die handelsüblichen Fahrradschlösser verhindern. Eine sehr effektive Methode ist das das SmartLock von Industrie- und Produktdesigner Michael Edward Lambourn, der das Prinzip von Farbbomben bei Banküberfallen auf das Fahrradschloß anwendet. Splash. (gefunden bei Ehrensenf)


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Wieder ist das Thema Barack Obama. Das Obama nicht nur die Amerikaner begeistert hat man wahrscheinlich schon am eigenen Leib erfahren dürfen, ob es nun der eigene Enthusiasmus oder der Anderer gewesen ist. Das diese Begeisterung auch von den hiesigen Medien aufgegriffen wird, war auch nachvollziehbar. Das Barack Obama als erster Politiker cool genug ist um in der Bravo zum PosterIcon erhoben zu werden, dass hätte ehrlich gesagt selbst ich nicht vermutet.

Gefunden und gelesen im kurzen Stern Interview mit Bravo Chefredakteur Tom Junkersdorf.

Und wer das Ganze direkt aus dem Munde des Chefredakteurs hören möchte, wende Blick und Gehör der ersten Hälfte des aktuellen Bravo Video Blog zu.

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„In the future, everyone will be world-famous for 15 minutes.“

Andy Warhol hat 1968 dieses Statement gemacht und selbst miterleben dürfen, dass er Recht behalten würde. Wenn man Warhols Aussage ein wenig auseinandernimmt, sind es 3 Komponenten, die in Zeiten schneller Internetverbindungen, Web 2.0 Theorien und Milliarden von Menschen, die sich ausdrücken möchten, nach wie vor noch Bestand haben:

1. JEDER kann bekannt werden. In Zeiten von Blogs und sozialen Netzwerken und Dank der einfachen Verfügbarkeit von technischen Ressourcen ist jeder von uns in der Lage zu „veröffentlichen“. Ein derartiges öffentlich machen, der Öffentlichkeit preisgeben, war bis selbst vor einem Jahrzehnt in dem Maße nur den klassischen Medien möglich. Man darf hier natürlich nicht vergessen, dass in der Regel ein klassischer Blogger, ein Musiker auf MySpace oder ein Regisseur auf Vimeo nicht unbedingt das Ausmaß an Menschen erreichen muss, wie auf den altbewährten Wegen der Medienlandschaft, allerdings wird jeder von uns mindestens ein Beispiel von Jemandem oder einer Gruppe von Menschen kennen, das zeigt, dass mit dem entsprechendem Arbeitsaufwand und guten Strategien man durchaus mit eben jenen Medienriesen nur gemessen an der Zahl der Rezipienten in der heutigen Zeit durchaus konkurrieren kann, ergo JEDER kann (wenn er denn möchte) bekannt werden.

2. Jeder kann WELTBEKANNT werden. Das Internet macht es möglich. Zu jeder Tages- und Nachtzeit, immer zugänglich, eine geringe Abhängigkeit von prüfenden und wertenden Medieninstanzen oder Institutionen, wenn die Inhalte nicht gegen menschliche Normen, Werte und Gesetze verstoßen und bei richtiger Ausnutzung der Möglichkeit, das perfekte Werkzeug um seine medialen Inhalte mit wenigen Mausklicks um die Welt zu schicken. Nie ging es schneller.

3. Die Bekanntheit hält 15 MINUTEN an. Die Berühmtheit ist also kurzlebig, kaum der Redewert und alle zusammengenommen ein einziges Kommen und Gehen. Hier kommen verschiedene Dinge zusammen, wie die Vielzahl an Dingen, die man sehr und hören kann, die geringe Aufmerksamkeitsspanne, die man unseren Generationen nachsagt, die Geschwindigkeit des heutigen Lebens seit der Industrialisierung etc . In Bezug auf die menschliche Wahrnehmung in der heutigen Zeit gibt es wenige Schriften, die wie Georg Simmels Aufsatz „Die Grosstädte und das Geistesleben“ einen Ansatz dafür liefern, warum wir nicht verweilen, innehalten können und unser Seh- und Hörverhalten unserer Umwelt und unseren Erfahrungen anpassen. Natürlich wissen wir, dass das mit den 15 Minuten nicht für jeden gilt, aber allein Begrifflichkeiten wie OneHitWonder oder Annahmen, wie dass die meißten Kinofortsetzungen sich in keinster Weise mit dem Erstlingswerk messen können und damit auch nicht mehr wert sind gesehen zu werden zeigen, dass die Kurzlebigkeit eines Bekanntheitsstatus auf eine gewisse Weise auch schon begrifflich und konzeptionell antizipiert wird.

Das nun endgültig übertragen und gemünzt auf die Möglichkeiten des Internets, hat die intensive Nutzung und Entwicklung dieses Mediums und seiner technischen Peripherie innerhalb der letzten Jahre einen nicht unerheblichen Kulturellen Einfluss genommen. Durch die exorbitanten Möglichkeiten des „Veröffentlichens“ und der Eigendarstellung im Internet, reiht sich auf der einen Seite eine Riege an Internetberühmtheiten an, die in den westlich geprägten Zivilisationen nahezu jeder kennt, der mit dem Medium Internet aufwächst. Zum Anderen entwickeln sich in der Nutzung und durch die technischen Vorraussetzungen auch neue Sehgewohnheiten sowie Bildformate und -konventionen. Interessant wird es dann, wenn eben diese Phänomene aufgegriffen werden und selbst in Konzepten thematisiert und damit als kulturelle Referenz dienen . Ich möchte hier auf 4 Musikvideos verweisen, die eben das auf verschiedenste Weise tun.


The Broad Band – Internet Killed The Videostar

Eine Hommage an Buggles‘ „Video Killed The Radio Star“, das erste Musikvideo, das auf MTV gezeigt worden ist.


The Kings of Youtube – Tubedeedo (Youtube Rap Video)

Ein amüsanter Song von YouTube Nutzern, der anscheinend auch schon bei iTunes erhältlich ist.


Weezer „Pork & Beans“

Das Video zur ersten Single von Weezers 2008 veröffentlichtem „Weezer“ Album, welches zahlreiche Internetberühmheiten und -phänomene zeigt. (Hier den Link der Überschrift nutzen.)


Armand Van Helden „Shake That Ass“

Ein Video was wirklich geschickt, das Phänomen tanzender, meist leicht bekleideter Mädchen vor Webcams aufgreift.

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Der folgende Artikel ermutigt zur Nachahmung bestimmter Verhaltensweisen, die ich als Fahrgast der U35 in beide Richtungen anzuwenden pflege:

Stellt euch vor ihr sitzt in der U- oder Straßenbahn und eine Kontrolleur taucht auf. In der Regel passiert folgendes: jeder der diesen Menschen im Dienste des jeweiligen Verkehrsbetriebes, in dessen Einzugsgebiet man gerade reist, erblickt, kramt nach seiner Fahrkarte, sofern er meint eine gültige zu besitzen und präsentiert sie ihm. Nein, ich korrigiere mich … der verantwortliche Mensch zückt erst seine Gerätschaft, ein schwarzes, längliches Plastikungetüm, was wiederum eben jene beschrieben Reaktion der Fahrgäste auslöst. Zu eben diesen Menschen gehörte ich auch mal.

Ja, ihr habt das Präteritum erkannt, denn ein Gespräch, dass ich mit einem Freund in einer Straßenbahn in Düsseldorf geführt hat, änderte eben jenes automatisierte Verhalten und seitdem ist jede Ubahn Fahrt mit einem Kontrolleur ein kleines Erlebnis Dank schelmischer Triebe meinerseits. Mein Freund berichtete mir nämlich davon, dass die Verkehrsbetriebe nur in bestimmten Abständen, also der Quote gemäß kontrollieren dürfen. Das diese Quote, unlängst durch die massive Präsenz der Kontrolleure überschritten sein durfte, erschien mir mehr als logisch, da ich manchmal genauso oft kontrolliert worden bin, wie ich Fahrten mit der Ubahn getätigt hatte. Wie also umgehen Kontrolleure diese Quote, die es angeblich gibt und nach der ich meinem Empfinden nach überkontrolliert worden bin?

Nun ein Kontrolleur muss, damit der Passagier seiner Pflicht eine gültige Fahrkarte vorzuweisen nachkommen kann, den Passagier dazu affordern. Wenn ein Kontrolleur eine solche Aufforderung nicht AUSSPRICHT und der Passagier trotz alledem rein aufgrund der Präsenz des Kontrolleurs seine Fahrkarte zückt und sie ihm zeigen möchte, wird kein Kontrolleur nein sagen. Und erwischt der Kontrolleur auf diese Weise einen Falsch- oder Schwarzfahrer, ist er von schon von dienstwegen gezwungen, die entsprechenden Sanktionen einzuleiten. Was aber passiert, wenn eben genannter Kontrolleur ignoriert wird, behandelt wird wie jeder andere Fahrgast auch, sprich man die Uniform und den Schwarzen Kasten in der Hand in das periphere Sehen drängt, einfach nur weil, man sich aufgrund fehlender verbaler Anzeichen, nicht im Ansatz dazu aufgefordert sieht, ganz freiwillig, so mir nichts dir nichts einen Beleg über die gültige Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs vorzuzeigen: ES PASSIERT NICHT.

Ich konnte es anfangs selbst nicht fassen, aber die Wahrheit ist, dass während alle Menschen um mich herum kontrolliert werden, werde ich ebenso ignoriert, wie ich eben jene Kontrolleure ignoriere. Ich muss zugeben, dass ich beim ersten Mal eine Dame hatte, die ohne ein Wort zu mir zu sagen, vor mir stehen geblieben ist und ich weich geworden bin. Allerdings nicht ohne sie zu fragen, ob sie mich denn nicht zum Fahrkartenzeigen auffordern müsse, was sie sehr unglaubwürdig und unentschlossen verneinte.

Seitdem ziehe ich das durch. Wenn mich ein Kontrolleur nicht direkt anspricht oder es versäumt im Waggon oder innerhalb der Gruppe von Fahrgästen, der ich durch meine Sitzwahl unfreiwillig angehöre, in Hörweite mitzuteilen, dass man doch seinem Dienst als Kontrolleur nachgehen möchte, komme ich erst gar nicht auf die Idee nach meiner Geldbörse zu greifen, in der sich das Objekt der Begierde, meine gültige Fahrkarte befindet. Natürlich kommt es hin und wieder vor, dass ich dann nochmal explizit auf meine Fahrkarte angesprochen werden, was ich mit einem Lächeln und dem prompten Herzeigen meines Studentenausweises mit gültigen Semesteraufdruck quittiere, aber auch das kommt der Genugtuung gleich, das einzige Wesen in der Ubahn zu sein, dass eben nicht der blinden Konditionierung nachkommt.

PS.: Ich habe leider keinerlei Informationen über mögliche Richtlinien zur Kontrolle in öffentlichen Verkehrsmitteln gefunden. Also wenn jemand etwas weiß, bitte posten.

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Endlich. Die Hoffnungen vieler haben sich in diesem Jahr nun endlich bewahrheitet. Barack Obama ist durch das amerikanische Volk zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von  Amerika  gewählt worden. Eine Rekordwahlbeteiligung, der Verdruss über den amtierenden Präsidenten George Walker Bush und die Finanzkrise im Vorfeld haben dem überaus charismatischen und redegewandten Obama zu einer eindeutigen Mehrheit an Wahlmännern und damit zu einem Erdrutschsieg gegenüber seinem Konkurrenten John McCain verholfen.

Das sich hier wahrlich ein amerikanischer Traum erfüllt hat und wir alle ein Stück Zeitgeschichte miterlebt haben, muss eigentlich nicht weiter ausgeführt werden. Viele bangten während der Wahl Stunden vor dem Fernseher und das nicht nur in den Staaten sondern weltweit. Auch ich saß mit Freunden vor einer Leinwand auf die ein Beamer CNN warf, wo Wahlbeteiligungen in wahnsinnigen Statistiken aufgeschlüsselt wurden. Das allein versetzte uns in Staunen, doch der eigentliche Clou auf technischer Front, sollte uns glotzen lassen: erinnert ihr euch an Star Wars Episode 4 an die Szene, in der Luke Skywalker R2D2 repariert und dabei den Hilferuf von Prinzessin Leia aktiviert? Fast genau 30 Jahre sind vergangen seitdem Star Wars den Oskar und Saturn Award für die visuellen Special Effects erhalten hat, dass den Hilferuf in Form eines Hologramms miteinschließt. 2005 gab es den ersten Auftritt einer Band als komplettes Hologram. Die Musion Systems LTD haben 2005 durch ihre einzigartige Eyeliner Technologie die Protagonisten der Comic Band The Gorillaz auf die Bühne gebracht. In 2008 setzen CNN medial eins drauf und holen sich per Hologramm Live Schaltung eine Korrespondentin aus Chicago direkt in das CNN Election Center:

Hologram Live Schaltungen sind schon vor der Wahl möglich gewesen, sind aber bisher nur auf Veranstaltungen großer Firmen angewandt worden. Das scheint tatsächlich, dass erste Mal gewesen, dass Normalsterbliche diese Technologie in den Medien bewundern können.

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