Thrillerpfeife

Archive for November 2008

Stadt Ruhr: Gründung der größten Stadt Deutschlands

Das Ruhrgebiet ist einmalig in ganz Deutschland, ja sogar in ganz Europa. Nirgends sonst liegen so viele Großstädte so nahe beisammen, wie hier. Entstanden ist der Ballungsraum am Anfang des 19. Jahrhunderts auf eher mäßig besiedeltem Gebiet, weil die dort reichen Kohle- und Erzbestände im Zuge der Industrialisierung von mehr und mehr Arbeiterhänden gefördert werden mussten. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wuchs der „Ruhrkohlenbezirk“ zum größten industriellen Ballungszentrum Europas heran. Seit der Kohlekrise 1958 vollzog sich jedoch ein Strukturwandel im „Pott“, der der Metropole nach Schließung fast sämtlicher Zechen und der einhergehenden Arbeitslosigkeit neue wirtschaftliche Zweige eröffnete. Ein Prozess, noch immer nicht abgeschlossen ist.

In all der Zeit haben die Bewohner vom „Ruhrpott“ eine eigene Mentalität und ein ganz besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt. Niemand ist einfach nur Bürger der Stadt Dortmund oder Bochum, viele sehen sich zugleich auch als Ruhrgebietler.

Stadt Ruhr Logo

Stadt Ruhr Logo

Dass sich aus dieser Verschmelzung verschiedener Städte nicht nur kulturell, sondern auch ganz offiziell in politischer Hinsicht eine Weiterentwicklung leiten lässt, das dachten sich auch die circa 500 Menschen, die am 5. November in der Gelsenkirchener MiR symbolisch eine neue Stadt gegründet haben: Die Stadt Ruhr. In diesem Akt wird erklärt, dass das Ruhrgebiet nicht länger nur eine Ansammlung mehrerer Großstädte sein soll, die nebeneinander liegen, sondern dass diese sich zu einer einzigen Mega-Stadt zusammenziehen lassen (siehe WDR Radiosendung).

„Die Stadt der Städte“, so hieß es seitens der bürgerschaflichen Initiative „StadtRuhr“, wolle „nicht länger auf Initiativen von oben“ warten, da sich die über 5 Millionen Menschen, die im Ruhrgebiet leben, „nicht länger übersehen lassen“. Ziel ist also die Gründung der größten Stadt Deutschlands und einer der größten Städte der Welt, mit derzeit 5,3 Millionen Einwohnern. Hervorgehen soll sie aus den Städten Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen sowie aus den Kreisen Recklinghausen, Unna, Wesel und dem Ennepe-Ruhr-Kreis.

Ruhrgebiet

Ruhrgebiet

Was sich nach einer leichten Traumwolke anhört, hat in Wahrheit schweres politisches Gewicht. Unter den Erstunterzeichnern der Stadtgründung waren neben RUB-Rektor Elmar Weiler, Mediziner Dietrich Grönemeyer und RVR-Direktor Heinz-Dieter Klink unter anderem auch Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski und Bundestagspräsident Norbert Lammert, welcher sich schon seit Jahren für die Umsetzung eines solchen Projektes einsetzt.

Was aber sind die Hauptargumente, die für die Gründung von Deutschlands größter Stadt sprechen? Zum einen soll das bestehende Gemeinschaftsgefühl der Ruhr-Bürger noch tiefer gehen; zum anderen soll die Stadt Ruhr eine der ersten Adressen Europas werden. Obwohl die Stadt im Gegensatz zu anderen Millionenstädten polyzentrisch bleiben soll, würde die Region erst als Stadt nach außen hin, vor allem im Ausland, als potenzreicher Wirtschaftsstandort wahrgenommen werden. Das wiederum würde neue Arbeitsplätze im Strukturwandel schaffen. Als schon gewählte Kulturhauptstadt Europas 2010 wird die Chance gesehen, diesem Titel als „größte Gartenstadt der Welt“ dauerhaft gerecht zu werden. Stadt Ruhr als Touristenmagnet und Kulturzentrum also. Dazu müsse die Region sich aber selbst verwalten können, heißt es.

Gegenstimmen sagen allerdings, dass das genannte Gemeinschaftsgefühl gar nicht so weit ginge und dass das Ruhrgebiet sich nur selbst schaden würde, wenn es sich von seinem Umland abkapseln würde, da viele kulturelle Einrichtungen von den Landschaftsverbänden finanziert würden. Besonders heiß scheint die Diskussion um die Frage „Wie soll das alles denn finanziert werden?“ zu sein. Das Geld, das für die Umstrukturierung nötig sei, könne man auch in „sinnvollere“ Aufgaben investieren.

Ob die Gründung der Stadt Ruhr, der größten Stadt Deutschlands, sinnvoll ist, oder nicht, mag der Leser selbst entscheiden. Wer sich aber schon jetzt als Ruhr-Bürger fühlt, der kann das hier erklären.

MC

Vor kurzem wurde eine neue Landmarke für das Ruhrgebiet eingeweiht. Es handelt sich um ein Horizontobservatorium, dass auf der 150 Meter hohen Halde Hoheward in Herten aufgestellt wurde.  Die beiden Stahlbögen haben einen Radius von 45 Metern, und sind bis Recklinghausen, Bottrop und wahrscheinlich noch viel weiter sichtbar. Die Konstruktion ist so ausgerichtet, dass an bestimmten, kalendarisch wichtigen Tagen, die Sonne genau durch kleine Öffnungen in den Bögen scheint. Dies geschieht an den Tagen der Sommer- und Wintersonnenwende und öfter.

Diese Technik ist natürlich nicht neu. Sie wurde bereits vor mehreren tausend Jahren benutzt, um der staunenden Bevölkerung die Göttlichkeit ihrer Herrscher vorzuführen und so den Gehorsam zu festigen. So geschah es am Steinkreis im heutigen Stonehenge in England und am ägyptischen Tempel von Abu Simbel.

Aber kann dieses an antiker Wissenschaft angelehnte Stahl-Objekt die modernen Menschen begeistern? Es sieht zumindest sehr windschnittig aus. Die Besucher der großen Eröffnungsfeier waren geteilter Meinung. Gesprächsthemen waren vielmehr die Kosten der ganzen Anlage oder der deutsche Bergbau insgesamt.  Da die Halden selbst ja als Abfallprodukt des Bergbaus gelten müssen, die nicht nur die oberirdische Landschaft des Ruhrgebiets prägen, soll wohl nun das Observatoriums-Monstrum die Blicke auf sich ziehen und den Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft symbolisieren. Ähnliche Blickfang-Funktionen leisten der Tetraeder , die Installation „Totems“ in Bottrop und eine minimalistische Skulptur in Essen.

Der Eindruck der Halden für Besucher hat sich bereits geändert. Nach der `Krönung´ einer Halde mit einer solchen Großplastik wird aus einem Riesen-Schotterhaufen ein Ausflugsziel, vom staubigen Arbeitsplatz zum Touristenmagnet.

Zwar wird in Herten noch bis 2012 weiterhin Abraum aufgeschüttet, doch eine Kompanie an Tagesausflügern steht in den Startlöchern. 2009 soll ein Gastronomiebetrieb auf der Halde öffnen, die Angebote für Busausflüge werden nicht lange auf sich warten lassen. Die Kumpels und Zeugen der mittlerweile romantisierten Zeit, in der Kohleabbau noch die Top-Industrie war,  sterben langsam aus und so auch das Identifikationspotential mit einer Abraumhalde. Nach harter Maloche sehen die begrünten Halden nicht mehr aus und mit den neuen Landmarken passen sie besser ins gewünschte Bild des Strukturwandels an der Ruhr.  Hin zur Kulturgesellschaft.

Das hochaufragende Bauten sehr wohl hohes Identifikationspotential haben, mußte ich am eigenen Leib erfahren. Aufgewachsen genau neben der Nachbar-Halde der Hoheward, in Recklinghausen Hochlarmark, störte dieser Abraumberg unseren Fernseh-Empfang beträchtlich, was sich wiederum für mich nicht sonderlich auswirkte, da ich in diesen Jahren eh immer ins Bett mußte, als die spannenden Sendungen auf einem der drei Programme begannen. Es geschah also 1984, als genau vor meinem Kinderzimmerfenster ein 300 Meter hoher Schornstein zu wachsen began. Fast täglich kamen einige Meter hinzu, gebaut von einem auf der Spitzte des Turms befestigten gelben Kran. Nachträglich betrachtet sehe ich diese Erfahrung als Ausgangspunkt meiner eigenen Technik-Affinität. Anscheinend kann solches Beobachten einen Menschen emotional mit einem Bauwerk verbinden.

Bestimmt haben den Bau des Observatoriums auch viele Neugierige aus ihren Zimmer verfolgen können. Wenn dadurch für sie ähnliche Heimat-Gefühle ausgelöst werden, sehen sie vielleicht in den neuen Metallbögen einen Thriller.

Eine renaturisierte Halde bietet nette Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, und eine laue Sommernacht auf Hoheward, über dem Ruhgebiet, mit Sterneschauen zu verbringen, darf man sich gerne als angenehm vorstellen. Die Aussicht von dort oben ist sehenswert.

Doch bleibt die Frage, ob die verbauten, nicht geringen Geldmittel wirklich so gut angelegt sind. Es handelt sich laut Presseangaben um über 22 Millionen Euro.

Als Wirkung, als Gewinn, könnte das weithin sichtbare, futuristische Gebilde den Ruhrpottlern und -pottlerinnen zwar einen Eindruck von Aufschwung vermitteln, aber mehr als ein angenehmes Gefühl wird wohl nicht bleiben. Andere Projekte hätten für das Revier einen größeren Effekt gehabt.

Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte

Was wäre passiert, wenn Nazi-Deutschland den 2. Weltkrieg gewonnen hätte? Es gibt wohl keine kontrafaktsiche Geschichtsfrage, die für düsterere Fantasien sorgt, als diese. Unzählige Spekulationen gehen in völlig unterschiedliche Richtungen. Liest man sich durch entsprechende Internetforen (ein paar Beispiele), findet man unterschiedliche Meinungen, die sich aber allesamt in einem Punkt überschneiden: Wir würden heute in einer absoluten Dystopie leben, zumindest diejenigen von uns, die aufgrund ihrer „arischen“ Gene überhaupt leben dürften.

Da die Frage nach dem Konjunktiv aber nie eine Antwort finden kann, weil niemand die nie eingetretene Geschichte rekonstruieren kann, wie auch niemand dazu in der Lage ist, die noch nicht eingetretene Zukunft empirisch belegt vorherzusagen, ist wohl auch der Historiker dazu gezwungen, sie offen zu lassen.

Nicht offen muss man aber die Frage nach den Zukunftsvorstellungen für die „neue Ordnung“ der Nationalsozialisten lassen. Welchen Verlauf der Geschichte diese sich nämlich wenigstens gewünscht haben, das lässt sich nachprüfen. Unter dem Titel „Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte. Die Pläne der Nazis nach dem Endsieg“ hat Ralph Giordano diese Vorstellungen zusammengetragen.

Laut Giordano hat Hitler einen Dreistufenplan gehabt, durch den er sein „Drittes Reich“ zur Weltherrschaft kämpfen wollte. Die erste Stufe dieser Treppe hieß europäische Vormacht durch ein Bündnis mit England und den Sieg über Frankreich und Russland (und den Rest Europas). Stufe 2 war die Errichtung eines „mittelafrikanischen Ergänzungsraums“, was die Herrschaft über ganz Afrika werden sollte. Die 3. und letzte Stufe sollte der „Endkampf“ Deutschlands gegen die USA sein. Nachdem Deutschland diesen Krieg für sich entschieden und nebenbei England und Japan unterdrückt oder ebenfalls besiegt hätte, hätte das „Großgermanische Weltreich“ die ganze Erde beherrschen sollen. Nach diesem „Erst Europa, dann die Welt“-Prinzip soll Adolf Hitler sich seine Vision von der Herrschaft des „Ariers“ jedenfalls ausgemalt haben.

Wer das Buch „Vaterland“ von Robert Harris gelesen, oder die Verfilmung gesehen hat, ist bestens über die architektonischen Pläne zumindest für Berlin informiert. Die Innenstadt des in „Germania“ unbenannten Berlin sollte zu einem Großteil zerstört werden, um Platz für einige gigantische Monumentalbauten zu machen. Neben einem riesigen „Führerpalast“ und vor einem knapp 120 Meter hohen Triumphbogen sollte unter anderem die „große Volkshalle“ errichtet werden, die mit einer Höhe von 290 Metern, einem Durchmesser von 250 Metern und einer Fläche von 38000 Quadratmetern die größte Versammlungshalle der Erde werden sollte, mit Platz für etwa 250000 Menschen (siehe auch hier). Albert Speer hatte bereits ein Modell entwickelt und erste Baumaßnahmen in die Wege geleitet. Auch im restlichen Deutschen Reich sollten ähnliche Megabauten errichtet werden, um, so Hitler selbst, „dem deutschen Volk das zerbrochene, an sich früher schon nicht so große Selbstbewußtsein zu geben“.

Hier eine 3D Konstruktion Germanias:

Nicht nur mit Speer teilte „der Führer“ bestimmte Aspekte von Zukunftsplänen; auch mit Himmler. Der Reichsführer-SS und Okkultist hatte den Traum, die SS zu einen neuzeitlichen Ritterorden zu erweitern und eine germanische, neuheidnische Religion an Stelle des Christentums treten zu lassen. Als Kirchenstaat dieses neuen Glaubens, der das Überleben des Stärkeren ganz im sozialdarwinistischen Sinne befürwortete, sollte der „Staat im Staat“ Burgund werden. Das neue geistige Zentrum des „Großgermanischen Weltreichs“ sollte die Wewelsburg bei Paderborn werden und auch mit diesem Ausbau zur Mega-Burg wurde bereits begonnen (siehe auch hier).

Dass hinter dieser Ideologie- und Prestige-Fassade aus Plänen, die allesamt wie Luftbläschen zerplatzt sind, noch eine Idee steckt, die bewusst im Zwielicht, zwischen der Hakenkreuz-Sonne und den braunen Schatten, den die Fassade warf, gehalten wurde, ist jedem bekannt. Der Holocaust, also der Massenmord an 6 Millionen Menschen ist geschehen und niemand kann dieses dunkelste Kapitel der Geschichte rückgängig machen. Doch wie weit hätte der Rassenwahn(sinn) noch gereicht, wenn die Nazis ihr Werk hätten fortsetzen können?

Laut Giordano sollte in Afrika in völliger Apartheid der „Arier“ über die Einheimischen herrschen, die völlig versklavt werden sollten. Unter anderem drohte den Afrikanern die Übertragung der Nürnberger Gesetze. In Europa sollte der grausame Massenmord fortgesetzt werden. Viele Millionen Juden, politische Gegner und Minderheiten standen noch auf der Todesliste. So auch die „slawischen Völker“ des Ostens. Osteuropa und große Teile Russlands sollten „germanisiert“ werden. Dazu sollten, so weit die deutsche Front reichte, alle als „minderwertig“ geltenden Menschen entweder ins KZ kommen, oder als Sklaven eingesetzt werden. Die geplanten Mega-Bauten und der Wiederaufbau nach dem „Endsieg“ sollten schließlich durch Sklavenarbeit erwirkt werden. Kinder, die „arisch“ waren, aber im Osten lebten, sollten ihren Eltern entrissen und „eingedeutscht“ werden. Der Plan hatte den Zweck, die riesigen eroberten Gebiete möglichst schnell mit deutscher Bevölkerung zu besiedeln. Die östlichen Sklavenvölker sollten außerdem umerzogen werden. Sie sollten in absoluter Armut leben und in den Schulen zu ungebildeten Untertanen erzogen werden, die ihren deutschen „Herren“ zu dienen haben.

Die Pläne der Nazis für die Neuordnung nach dem „Endsieg“ waren noch wesentlich umfassender, detailreicher und breiter gefasst. Dies aber sind die wohl wichtigsten Aspekte. Die Welt wäre wohl ein einziger Horror, wenn die Geschichte einen anderen Lauf genommen hätte. Die Träume einiger weniger wären zum Alptraum aller anderen Menschen geworden. Das Traurigste an all dem ist aber wohl, dass von all den Plänen ausgerechnet derjenige, der den Mord an Millionen von Unschuldigen umfasste, zum größten Teil tatsächlich schon in die Wege geleitet worden war.

MC

Den Satz hat man in der Regel schon mehr als einmal vernommen und im schlechtesten Falle auch schon wegen mehr als nur einem Fahrrad aussprechen müssen. Das ein Fahrraddiebstahl auch von Ordnungshütern als nicht so wichtig erachtet wird, durfte ich der Erzählung einer Freundin entnehmen, die eben jene Hüter des Gesetzes wegen des Diebstahls einer ganzen Reihe von Fahrrädern anrief. Das Ganze ereignet sich quasi auf der Straße vor bzw. unter ihrem Fenster. Das besondere dabei war, dass die Ganoven mit einem Bus neben den angeketteten Fahrrädern hielten und sie dabei der Reihe nach aufknackten. Der Hinweis der Freundin der Polizei gegenüber, dass wenn man sich jetzt auf den Weg mache könne, um die Straftäter zu stellen, wurde sehr uninteressiert entgegen genommen. Überhaupt wäre das verbeamtete Wesen am Telefonapparat weniger interessiert am Geschehen und es hätte wohl auch nicht so geklungen als wenn gerade ein Großeinsatz, die für die Ertappung auf frischer Tat notwendigen Polizisten vereinnahmt hätten. Nun die Fahrräder waren weg und die Polizei viel zu spät am Tatort.

Das so etwas nicht nur in Deutschland, nicht unbedingt nur nachts und schon gar nicht ohne Anwesenheit Dritter realisierbar ist, bewiesen die Neistat Brothers in ihrem Kurzfilm Bike Thief, mit dem die beiden blutsverwandten Aktivisten auf ihre ganz eigene Weise den Verlust einer Mehrzahl an Fahrrädern verarbeiten.

Versuche sich gegen etwaige Fahrraddiebe zur Wehr zu setzen, wie mit dem Anschließen von Stromquellen wie Autobatterien führen meißt zu teuren Buß- oder Schmerzensgeldern wegen Körperverletzung und nach Angaben eines Sicherheitsexperten in irgendeiner Verbrauchersendung, die ich vor gar nicht allzu langer Zeit gesehen hatte, könnte man den Diebstahl nur so schwer wie möglich machen, aber nie durch die handelsüblichen Fahrradschlösser verhindern. Eine sehr effektive Methode ist das das SmartLock von Industrie- und Produktdesigner Michael Edward Lambourn, der das Prinzip von Farbbomben bei Banküberfallen auf das Fahrradschloß anwendet. Splash. (gefunden bei Ehrensenf)


STERIL

Wieder ist das Thema Barack Obama. Das Obama nicht nur die Amerikaner begeistert hat man wahrscheinlich schon am eigenen Leib erfahren dürfen, ob es nun der eigene Enthusiasmus oder der Anderer gewesen ist. Das diese Begeisterung auch von den hiesigen Medien aufgegriffen wird, war auch nachvollziehbar. Das Barack Obama als erster Politiker cool genug ist um in der Bravo zum PosterIcon erhoben zu werden, dass hätte ehrlich gesagt selbst ich nicht vermutet.

Gefunden und gelesen im kurzen Stern Interview mit Bravo Chefredakteur Tom Junkersdorf.

Und wer das Ganze direkt aus dem Munde des Chefredakteurs hören möchte, wende Blick und Gehör der ersten Hälfte des aktuellen Bravo Video Blog zu.

STERIL


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Batman vs. Batman

Wer nach dem Lesen des Titels davon ausgeht, es käme ein neuer Batmanfilm heraus, in dem der dunkle Superheld gegen einen Doppelgänger kämpfen muss, der liegt daneben. Es gibt neben dem „Fledermausmann“ nämlich auch eine Stadt in der Türkei, die den selben Namen trägt. Und der Bürgermeister dieser Stadt, Hüseyin Kalkan, will nun die Produzenten der Comic-Verfilmungen verklagen, um die Namensrechte von „Batman“ zu erhalten, da es nur ein Batman auf der Welt gäbe uns sein Name ohne Erlaubnis verwendet worden sei. Dass es Batman schon seit 1939 gibt und die gleichnamige Stadt bis in die 1950er ein kleines unbekanntes Dorf war, scheint den Bürgermeister dabei nicht zu stören.

Quelle: www.sueddeutsche.de

MC (der Batman zum Thriller erklärt und das Batman- oder besser seinen Bürgermeister- zur Pfeife! Was würde Batman nur dazu sagen? Das!)

Ich habe gestern Abend in der Nachrichtensendung RTL Aktuell einen Bericht über eine englische Schule gesehen , in der die Kinder bei Erbringung guter Leistungen mit teuren Geschenken belohnt werden wie z. B. Playstation, Computerspiele ect. (Leider existiert  auf der Internetseite von RTL Aktuell kein Bericht über diese Schule). Die Leistungen der einzelnen Schüler werden in einem Punktesystem erhoben, d. h. bei positiver Leistung gibt es Pluspunkte, bei schlechter Leistung bzw. negativem Verhalten werden Punkte abgezogen.

Über diese Schule wird derzeit heftig diskutiert. Viele englische Bürger beschweren sich darüber, dass für die Bezahlung der teuren Geschenke ihre Steuergelder verschwendet werden, denn schließlich gibt es wichtigere Investitionen als Schüler mit luxeriösen Geschenken zu „überhäufen“. Bei einigen Politikern ist diese Schule ebenfalls umstritten.

Ist es legitim, die Schüler mit teuren Geschenken bei guten Leistungen zu belohnen oder ist diese Methode eher eine Bestechung, weil die Schüler nur wegen der Belohnung lernen und nicht wegen der Noten oder der Bildung?

Sicherlich gibt es darüber verschiedene Ansichten. Einerseits können  die Schüler beim Lernen positiv  bestärkt werden. Darüber hinaus kann die Zielstrebigkeit der Schüler gefördert werden. Außerdem finde ich es nicht schlecht, dass auch Aspekte des sozialen Verhaltens bewertet werden.

Andererseits kann dieses System zum Konkurrenzkampf unter den einzelnen Schülern führen, so dass sich die Schüler nur noch auf ihren eigenen Erfolg konzentrieren und die anderen Klassenkameraden als Rivalen betrachten. Dies verbessert daher nicht das Allgemeinwohl, sondern fördert eher die Entwicklung zum Einzelkämpfer.

Zusätzlich wird der Konsumdrang der Kinder gefördert.

Außerdem kann diese Methode durchaus als Leistungsdruck von den Eltern und Lehrern angewendet werden.  Dies erklärt sich schon daraus, dass es bei Erbringung schlechter Leistung Punkteabzug zu verbuchen gibt. Dem Schüler wird dadurch suggeriert, dass er sich keinesfalls auf seine guten Leistungen „ausruhen“ darf.

Die Schüler gewöhnen sich außerdem daran, dass sie für gute Leistung stets belohnt werden. Wie gehen sie aber im späteren Berufsleben damit um, wenn das nicht mehr der Fall ist? Vorbereitend für das weitere Leben ist diese Methode daher nicht.

Man kann sehr viele Pros und Contras zu diesem Thema sammeln. Was denkt Ihr darüber?

SG


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