Thrillerpfeife

Entdeckt in GB 02.

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weil die lustig sind.

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Bochum hat viele, viele Niederlagen einstecken müssen. Erst machen die Zechen zu, dann mußten die Bochumer den Namen ihrer Stadt mit den Wattenscheidern teilen. Plötzlich wollte selbst Herbert hier nicht mehr wohnen, und dann werden finnische Telefone günstiger in Rumänien zusammengelötet.

Aber der dickste Hund kommt erst noch. Und der hat kein Fässchen mit Hochprozentigem um den Hals, obwohl manch einer nen ordentlichen Schluck aus der Pulle inzwischen gut vertragen könnte. Nach all dem Hüh und Hot ist jetzt der Verbleib im globalen Mutterkonzern GM wohl doch abgemacht. Keine Lösung mit Magna, keine mit der Russendiskobank und schon garnicht mit den Chinesen.

Da kann uns Jürgen sich noch so mit der Belegschaft solidarisieren, es ändert nix.  Vielleicht kommen wenigstens die Schüler in Bochum auf ihre Kosten, wenn sie zu einer wie immer folgenlosen Demo zwangsverpflichtet werden. Wenigstens sehen sie dann mal die üblichen Verdächtigen mit ihrem nicht vorhandenen Handlungsspielraum aus nächster Nähe: Jürgen und Ottili bestimmt, vielleicht die Kraft, und Oskar war ja letztens auch da. Sie werden sich kämpferisch geben, viele Fahnen werden wehen, vielleicht Kerzen oder ein Sternmarsch: “Das lassen wir uns nicht bieten. Nicht mit uns.”

Aber die hart arbeitenden Jungs haben mehr verdient als sowas, und hier bekommen sie es auch:

Um den Opelanern Mut zu machen und sie für den  Kampf und für die Zeit danach zu unterstützen, wurde diese Webseite mit nützlichen Tipps für die kommenden harten Tage erstellt.


Also warum immer alles so schwarz sehen? Es geht doch schon wieder aufwärts: Der VfL muss nicht mehr mit dem Textildiskont-Logo seiner nächsten Heimniederlage und dem Wunsch nach direktem Wiederaufstieg  hinterher rennen. Is ja schon fast was auch nichts.


Kunst ist autonom. Darum nicht beherrschbar. Darum ist sie gefährlich für ein einseitiges Saubermann-Image. Doch so ein Bild möchten regierende Städtepolitiker vermitteln. Dabei wird immer wieder ein Gemeinplatz überstrapaziert: Die Menschen hier machen die Region aus. Doch hört und sieht man wenig von diesen Menschen. Zu sehen sind dagegen  gesponserte, museale Kulturveranstaltungen mit toten oder internationalen Künstlern. Metropolenflair geht vor und bringt tolle Bilder für die Lokalpresse. Keine Gefahr für niemanden. Die Medien sind natürlich mit ihrer Überwacherfunktion als vierte Kraft im Staat damit beschäftigt, die Bürger über städtische Verschwendungen/Kungeleien und Kulturevents zu informieren. In Zeiten geschlossener oder ‘synergetisch-umstrukturierter’ Lokalredaktionen bedeutet dies leider zu oft das bloße ‘strg+c – strg+v’ -Veröffentlichen der Pressemitteilungen von diversen Veranstaltern. Übrig bleibt eine weichgespülte Kunst, die niemanden stört, und darum niemanden interessiert. Die hegmoniale Meinung wird nicht angekratzt.

Wider die institutionalisierte Langeweile

Doch gegen die selbstverliebte Großmanns-Metropolen-Sucht der Kulturhauptstadt-2010-Manager-Pfeifen zeigt die Thrillerpfeife, dass es tatsächlich noch andere Meinungen als die offizielle über das 500.000 Seelen-Kaff Duisburg gibt.

Wir präsentieren aus dem ignorierten Untergrund:

Die volle Breitseite der Bandbreite:

Wiederentdeckt:

Schneider TM

In Berlin trifft man sie an jeder Straßenecke, die hippsten Fashion-Victims beim Schaulaufen, oder im Café Togo. Total up-to-date. Ihr Stil ist fresh und wird im ganzen Land kopiert. Darauf bilden sich die Hauptstädter einiges ein. Berlin ist die un-heimliche Hauptstadt der Mode-Republik, “Arm und das ist gut so aber sexy“ ist ihr Motto. Doch seit einiger Zeit werden Gerüchte laut. Es brodelt im Revier: Jetzt wird sich was ändern. Immer öfter hört man von gut gekleideten Menschen auch in den Ruhrgebiets-Städten. Wenige haben sie wirklich zu Gesicht bekommen. Was sich erst nach Science-Fiction anhört, wird beim prüfenden Blick in die Mode-Tempel der Innenstädte und Shopping-Malls zur Gewissheit: Der Pott putzt sich heraus. Aber ganz Deutschland fragt sich: Kommt da noch mehr? Oder war’s das schon wieder? Kann es der Pott mit den anderen Hochburgen der Modewelt aufnehmen?

Gibt es sie schon, die Fashion-Metropole Ruhrgebiet?

Die Mode-Redaktion der Thrillerpfeife schaut genau auf die angesagtesten Klamotten, und ist bei jedem neuen Trend vorne mit dabei. Aktuelle Veränderungen auf dem Sektor Mode werden bei uns kritisch unter die Lupe genommen. Um keine Mega-News zu verpassen, treffen sich unsere Redakteure regelmäßig mit bekannten Persönlichkeiten der Szene.

Diese Woche im Gespräch: Marc Spirenzo

Das selbst ernannte Underground-Street-Style-Hobby-Model war bereits in Paris, London, Amsterdam und Mailand unterwegs. Sein cooler Look wird in Fashion-Kreisen post-modern, ja teilweise sogar post-future genannt. Die Thrillerpfeife traf den Style Experten bei nass-kaltem Wetter zum Bummel in Bochum. Hier der Live-Bericht:

Der Schneematsch ist noch nicht weggetaut, als das Meeting beginnt. Spirenzo ist bester Laune, und lässt sich vom trüben Wetter den Tag nicht verderben. Eine Tour durch die Geschäfte beginnt, und bereits im dritten Laden, dem Möbelhaus unter den Bekleidungsfirmen, lässt er sich vom Thrillerpfeifen-Team zu einem kleinen Spontan-Shooting überreden.

Spirenzo beim Foto-Shoot

Auf diesem Exklusiv-Bildmaterial trägt er ein weißes Basic-Shirt unter einem warmen, matsch-grün-baumwollnen Pull-Over! Dazu kombiniert der Outfit-Guru einen ex-grauen Trainer aus der 2001-Collection mit einer schwarzen Winterjacke, mit lässig nach hinten fallender Kapuze. Der gewitzte hell/dunkel-Kontrast verweist verspielt auf den Hut, der das Farbschema negativiert aufgreift. Crazy! Die extravagante Kopfbedeckung mit tief-schwarzem Kummerbund ist ein echter Eye-Catcher, und das Tüpfelchen auf dem i von Spirenzos sagenhaftem Look.

Thrillerpfeife nachgefragt

Bei unserem Bummel durch die Innenstadt bleibt Zeit, nach den neusten Entwicklungen zu fragen. Die Antwort überrascht. Der Trendsetter ist begeistert vom Ruhrgebiet, und kann die skeptische Einschätzung der regionalen Mode-Lage nicht teilen:

Das Revier hat Potential! Die Alltagskultur, das Essen hier, die Menschen und was sie tragen. Und vor allem: Wie sie es tragen! Mit Würde! Diese provokative Ablehnung des Massengeschmacks ist einmalig. Da können sich Berlin und Paris noch eine Scheibe abschneiden. Bisher trugen die Damen ihre Jeans zur best-möglichen Isolation noch in den Stiefeln. Doch langsam setzt sich im Revier der internationale Chic des unverhüllten Blicks auf die Hosen durch. Zusätzliche körperliche Belastung, ausgelöst durch spontanen Riesen-Wuchs der Handtaschen in dieser Saison, steigert automatisch die Körpertemperaturen der Ladys. Deshalb wird der optimale Luftaustausch immer wichtiger, Ventilation tut Not, und so bleiben die Hosenbeine von der Stopf-Technik verschont. Style kann auch praktisch sein. Auch bei den Männern gibt es Neuigkeiten: Noch vor Kurzem kleidete sich der gepflegte Herr von Welt beim Besuch einer Imbiß-Bude gern in Ballonseide. Doch diese Zeitzeugen der 80er haben ausgedient. Hochwertige Strech-Jogging-Buxen nehmen verdientermaßen ihren Platz, an der Sonne, an der Theke, ein. Das Ruhrgebiet hat diese mittlerweile bundesweite Entwicklung maßgeblich mitgetragen.

Der Mann nimmt kein Blatt vor den Mund. Die langen Jahre im Buisness haben seinen Blick für den nächsten Hype geschärft. Auf unsere Frage nach einem Rezept für das optimale Styling verrät Marc Spirenzo eine seiner legendären Styling-Regeln. Es ist wichtig, immer dem Anlass entsprechend gekleidet zu sein. Der Experte rät: Lieber Over- als Underdressed!Spirenzo nach dem Charity-Event


Man darf also gespannt sein, ob sich das Revier Spirenzos Tipp zu Herzen nimmt, damit der Style in Mode-Zukunft nicht wieder Richtung Zechen-Kumpel degeneriert. Er selbst befolgt die Regeln in jeder Minute. Ein Paparazzi-Bild zeigt ihn nach einem Triple-A-Charity-Ball in einer dunklen Ecke von Köln-Nippes im angemessen-legerem Trenchcoat.

Haben Sie Styling-Fragen an unsere Experten?

Wir beraten Sie gern bei ihrer persönlichen Restaurierung!

Dieser Text ist fiktiv. Auf den Gebrauch des sich aufdrängenden Adjektivs ‚großartig’ wurde zu Gunsten eines bald erscheinenden Textes verzichtet, in dem jenes Wort das einzig- und oft-benutzte Adjektiv sein soll.

Das Medium Fernsehen orientiert sich scheinbar  nur noch an Quotenanteile als an Inhalte. Zu dieser Behauptung komme ich, wenn ich  die schlechte Qualitiät einiger Sendungen betrachte. Ich vertrete nicht die Meinung, dass es nur noch “Bildungsfernsehen” geben sollte und der gesamte Unterhaltungsbereich abgeschafft werden muss. Die Ideen der Sendungen aus dem Unterhaltungsbereich sind teilweise sehr gut, nur das Niveau dieser Sendungen  ist unakzeptabel. Es sollte vor allem bei der Unterhaltungsbranche darauf geachtet werden, dass die Inhalte ein gewisses Niveau haben, das heißt, dass Beschimpfungen, Bloßstellungen anderer Menschen  dort nicht angemessen sind. Solche Dinge sind auch im normalen Leben tabu. 

Besonders bedenklich ist es, wenn Jugendliche solche Arten von Sendungen häufig konsumieren. Viele junge Menschen könnten den Eindruck bekommen,  es sei durchaus in Ordung , wenn beispielsweise Menschen in einer Fernsehshow  öffentlich beleidigt oder bloßgestellt werden. Sind solche Sendeinhalte hinsichtlich der Persönlichkeitsentwicklung der Jungendlichen bedenklich?  Tragen die Medien  nicht auch eine gewisse Verantwortung? Oder sieht sich das Fernsehen nur noch als Wirtschaftsbranche, welche sich an Einschaltquoten orientiert?

Warum hat sich die Qualität des Fernsehens allgemein so verschlechtert? Sind Einschaltquoten wichtiger  als gute Inhalte? Wahrscheinlich werden Menschen, welche die Qualität des Fernsehens kritisieren,  eher belächelt als ernstgenommen . Es wird sich nämlich  zu wenig mit der Diskussion der Inhalte auseinandergesetzt, weil die meistens Menschen das Fernsehen nur nach als Unterhaltungsfunktion wahrnehmen. Es findet keine kritische Reflexion mit den Inhalten  statt.

 Sind es vielleicht  auch sozialpsychologische Gründe, weshalb das Fernsehen immer niveauloser wird? Hat sich das Sozialverhalten der Menschen verändert und diese Veränderung spiegelt das Fernsehen wieder? Wenn diese Theorie stimmt, dann könnte man dem Fernsehen gar keine Schuld bei der Ausstrahlung dieser Inhalte zusprechen, da es einfach nur das Spiegelbild unserer Gesellschaft wiedergibt.  Betrachten wir also die Wirklichkeit im Fernsehen oder wird uns ein falsches Gesellschaftsbild gezeigt? Zeigt das Fernsehen nur ein Abbild der Gesellschaft oder findet gleichzeitig eine Beeinflussung  statt? Lassen sich die Menschen durch das Fernsehen bezüglich ihres Verhaltens beeinflussen? Dann herrscht in unserer Gesellschaft scheinbar ein Zerfall der sozialen Werte. Ist dies etwa die Zukunft der Gesellschaft?

SG

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